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Bericht von Cronenberg 

Rheinische Meisterschaften (RTB-Cup) in Bonn:

  • Autorenbild: Turnverein Cronenberg
    Turnverein Cronenberg
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Bei den Rheinischen Meisterschaften der großen Mädchen (12-30 J.) waren wir mit einem für den TVC riesigen Team angetreten, auch wenn Malin und Valeria leider nicht dabei waren.

Bei insgesamt zehn Starterinnen waren sieben in zwei Gruppenübungen aktiv. Acht Gymnastinnen stellten sich auch noch der Einzelkonkurrenz. Der RTB-Cup stellt die Weiterqualifikation zu den Regionalmeisterschaften (bei uns Regio-Cup Mitte-Nord) dar. Eine solche Qualifikation ist für unsere Gymnastinnen immer sehr aufregend, weil wir anders trainieren, als die Vereine mit den größten Erfolgschancen.

Zur Erläuterung eine einfache Rechnung: Stellt euch die AKS vor und wie in dieser Halle gleichzeitig zehn Gymnastinnen (12-30 Jahre) auf jeweils 13*13 Metern Fläche ihre individuellen 2-3 Übungen am besten zu Musik turnen – und dann haben die Jüngeren noch keinen Quadratmillimeter Platz in der Halle bekommen…

Insofern gingen wir sehr gespannt in den Wettkampf.

Da wir so viele Starterinnen in der Altersgruppe 15+ haben, haben wir uns etwas sehr Ungewöhnliches getraut und unsere Gruppenübung gleich zweimal mit unterschiedlichen Gymnastinnen an den Start geschickt. Es gibt nur einen weiteren Verein im Rheinland, der überhaupt eine Gruppe in dieser Altersgruppe antreten lässt, weshalb wir sehr stolz sind, so viele, gut zueinander passende Mädchen beim Training zu haben. Die Zusammenstellung der Gruppen musste wegen unserer akuten Turnanzugknappheit nach vorhandenen Anzuggrößen erfolgen 😉. Aber da sich die Gruppe sehr gut versteht, war das kein Problem.

Beide Gruppen kamen mit einigen kleineren Patzern durch die Durchgänge und freuten sich hinterher über Platz 1 und 3. Herzlichen Glückwunsch! Die mögliche Weiterqualifizierung zum Deutschland-Cup haben wir von vorne herein nicht anvisiert, weil uns bewusst ist, dass die deutschlandweiten Leistungen in der Gruppe bisher noch nicht von uns zu erfüllen sind, aber wir werden noch zum Landesturnfest nach Hamm fahren.

Im Einzel wurde es noch spannender:

K8 (12-13 Jahre): Defne absolvierte ihren ersten Wettkampf bei den Großen und war dementsprechend sehr aufgeregt. Sie kam aber ordentlich durch und belegte einen guten 10 Platz im großen Starterinnenfeld. Milla gelang, trotz einer Oberschenkelzerrung, wegen der wir die Übungen noch im Einturnen ein wenig umstellen mussten, ein fantastischer Platz 5. Sie turnte mit nur wenigen Fehlern und viel Ausdruck.

In der K9 (14-17 Jahre) gingen gleich drei Starterinnen auf die Fläche. Hannah legte eine sehr schöne und vor allem außergewöhnliche Ballübung vor, jedoch verließ sie bei der Seilübung später, nach längerer Erkrankung, ein wenig die Kraft, weshalb es zu einem ansehnlichen Platz 11 in der großen Konkurrenz kam.

Sophia, die erst seit dem Sommer bei uns turnt und vorher in Italien Rhythmische Sportgymnastik gemacht hat, kam schön durch ihre Übungen. Sie hat einen sehr ausdruckvollen Stil, von dem in der Trainingsgruppe alle sehr profitieren, weil alle merken, wieviel ein mutiger Ausdruck auf der Fläche ausmacht und es jetzt auch versuchen. Leider hatte sie in letzter Zeit Schmerzen in den Beinen, weshalb die Sprünge nicht so kraftvoll waren, aber zum Zusehen waren ihre Übungen wunderschön. Dies wurde mit Platz 9 belohnt.

Luna hat seit dem letzten Jahr mit großem Trainingsfleiß einen riesigen Leistungssprung hingelegt und schaffte es auch, dies bei den Rheinischen Meisterschaften auf die Fläche zu bringen. Ihre schwierigen und ausdrucksstarken Übungen gelangen mit nur ganz kleinen Patzern. So schaffte sie es auf einen bemerkenswerten Platz 6 im starken Feld und ließ damit viele Gymnastinnen anderer Vereine hinter sich, die in den letzten Jahren noch deutlich vor ihr lagen.

Nelli war in den letzten Jahren schon sehr erfolgreich beim RTB-Cup gewesen, wusste aber nicht so richtig, wie ihr Trainingsstand einzuschätzen sei, da sie im Februar noch für fünf Wochen in Spanien im Schüleraustausch gewesen war. Sie konnte zwar dort für sich allein trainieren (mit einer riesigen Portion Glück hat sie eine Austauschschülerin zugewiesen bekommen, die auch Rhythmische Sportgymnastik macht), hatte aber in der ganzen Zeit keinerlei Korrekturen erhalten. Als dritte der Stadtmeisterschaften konnte sie deshalb nicht sicher sein, dass bei den Rheinischen Meisterschaften, an denen ja außer den Kupferdrehern noch die starken Vereine aus Troisdorf und Bonn teilnehmen würden, einer der begehrten Qualifikationsplätze für den Regio-Cup herausspringen würde. Die Ballübung gelang ganz ordentlich. Zwar lief nicht alles nach Plan, aber Kampfrichter wissen ja nicht, dass man das Gerät nach der Rolle verdeckt zwischen den Beinen fangen wollte und nicht in den Händen. Zwei kurze Geräteverluste waren nicht perfekt, aber im Vergleich zur Konkurrenz, die auch viele Fehler machte, in Ordnung. Danach folgte die Seilübung! Ohne Geräteverlust verlief einfach alles nach Plan. Kein Nachgreifen, kein Wackeln in der Drehung … der Applaus von der Tribüne sprach Bände, als Nelli den Wettkampf mit ihrer Seilübung abschloss. Als Rheinische Meisterin ist Nelli damit selbstverständlich zum Regio-Cup in Bremen qualifiziert.

Was unser Glück noch vervollständigte, war die spannende Aufteilung der anderen Startplätze, die durch die Fachwartin verteilt werden. Milla darf das Rheinland als eine von fünf Gymnastinnen in der Altersgruppe K8 vertreten und Luna fährt für die Altersgruppe K9 in diesem Jahr ebenfalls als Qualifizierte mit zum Regio-Cup. Das ist ein wahnsinniger Erfolg!!!!! Glückwunsch.

Ja, wir haben noch mehr zu berichten: Unsere erwachsenen Starterinnen gingen als letzte auf die Fläche. Polina, in ihrer ersten Wettkampfsaison in der Rhythmischen Sportgymnastik (mit 21 Jahren!), ging zum Eingewöhnen mit zwei statt drei Übungen an den Start. Als ehemalige Sportakrobatin hat Polina zwar tolle Voraussetzungen, muss aber sehr viele Bewegungen, insbesondere mit den Geräten, von Grund auf neu lernen. Sie hat im letzten Jahr ungeheuer viel gearbeitet und lässt, obwohl sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Düsseldorf anreist, kein Training aus. Der Wettkampf war das, was er sein sollte - ein ordentlicher Testlauf!

Anna startete in der K10-25 Jahre und älter- in einem starken Feld. Sie brachte ihre Übungen alle sehr schön auf die Fläche und zeigte vor allem kraftvolle und sehr sportliche Schwierigkeiten. In dieser Altersgruppe ist der Wettkampf immer ausgesprochen schön, weil jede/r Starter/in sehr individuell turnt. Annas Stärke ist das schnörkellose, kraftvolle und ausgesprochen saubere Turnen und das hat sie sehr authentisch auf die Fläche gebracht. Für diese Leistung wurde sie mit dem dritten Platz und auch mit der Qualifikation für den Regio-Cup in Bremen belohnt.

Damit beginnen jetzt die Planungen für vier Vertreterinnen des TVC für das Rheinland! Herzlichen Glückwunsch. Wir sind sehr stolz auf euch.


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